Ein Unternehmen in Rumänien gründen

Ein Unternehmen in Rumänien gründen

Warum eine Firma in Rumänien gründen?

Der Balkan ist auf den ersten Blick bei vielen nicht unbedingt die erste Wahl für die Firmengründung. Dabei haben die Länder südlich und östlich von Wien viele Vorteile, die sie gerade für junge Gründer interessant machen sollten. Neben landschaftlicher und städtebaulicher Schönheit und niedrigen Lebenshaltungskosten gibt es hier auch viele steuerliche Vorteile. Die Gründe hierfür sind nachvollziehbar. Die meisten osteuropäischen Länder haben unter einem starken Brain Drain zu leiden. Junge gutausgebildete Menschen zieht es in den Norden und Westen, nach Deutschland, Frankreich oder England, wo für die gleiche Arbeit ungleich höhere Löhne gezahlt werden. Indem sich die osteuropäischen Länder für Jungunternehmer immer attraktiver machen, versuchen sie diesem Problem entgegenzutreten.

Die Vorteile einer Firma in Rumänien

Wer als Kleinunternehmer in Rumänien tätig ist, kann von den Vorzügen des Steuersystems profitieren. Denn die Kleinunternehmerregelung ist in Rumänien sehr großzügig geregelt.

Eine GmbH lässt sich bereits mit einer Mindesteinlage von 60€ gründen. Erst ab einem Jahresumsatz von 49.000€ ist eine Umsatzsteuer zu zahlen und bis zu einem Jahresumsatz von 1.000.000€ sind nur 3% Unternehmenssteuern zu entrichten. Wer einen Rumänen einstellt, muss überhaupt nur 1% Unternehmenssteuern zahlen. Diese Steuern entfallen jedoch nicht wie gewohnt auf den Gewinn, sondern auf den Umsatz.

Während die Lohnsteuern in Rumänien bei 16% liegen, liegen die Steuern auf Dividenden bei nur 5%. Wer also seinen Lebensunterhalt aus den Dividenden bestreitet, spart weiter Steuern.

Für wen lohnt es sich in Rumänien eine Firma zu gründen?

Für alle Digitalen Nomaden und Freelancer, die unter 49.000€ im Jahr verdienen, könnte es sich auch jeden Fall lohnen, ein Unternehmen in Rumänien anzumelden. Die knapp 1.500€ an jährlichen Steuern wären vergleichsweise günstig. Zumal man mit einem EU-Unternehmen auch viel an Bankgebühren spart, was gerne vergessen wird.

Wer mehr als die 49.000€ verdient, sollte sich aber auch vorstellen können, zumindest einige Zeit im Jahr in Rumänien zu verbringen. Denn dann wird die Umsatzsteuer fällig und wer eine Umsatzsteuer erlangen möchte, muss eine Betriebsstätte nachweisen können. Ein Virtual Office, wie es etwa in Hong Kong möglich ist, wird von den rumänischen Behörden in der Regel nicht akzeptiert. Die Umsatzsteuer erhöht natürlich auch deine Preise, was sich gerade im Endkundengeschäft negativ auswirken könnte.

Verwaltungsaufwand bei der Firmengründung in Rumänien

Die Buchhaltung ist sehr unaufwändig, da sich bei einer Besteuerung des Umsatzes kaum Möglichkeiten zum Absetzen von Beträgen ergeben. Sie lässt sich also sehr kostengünstig von einem externen Buchhalter erledigen.

Weitere Vorteile bei der Firma in Rumänien

Rumänien ist ein landschaftlich schönes Land mit einer verhältnismäßig gut ausgebauten Infrastruktur (insbesondere in Hinblick auf das Internet) und einer reichhaltigen Kultur. Die rumänische Sprache zu lernen dürfte vielen deutlich leichter fallen als bspw. Ungarisch oder Bulgarisch und gerade in Siebenbürgen findet man auch nach wie vor deutschsprachige Angebote, wie etwa Schulen und Kindergärten, so dass auch junge Familien sich problemfrei vor Ort niederlassen können. Die Mietkosten sind für europäische Verhältnisse enorm günstig und auch der Traum vom Eigenheim lässt sich hier schneller erfüllen als anderswo.

Natürlich ist ein Leben am Balkan nicht nach jedermanns Geschmack, wer sich das aber vorstellen könnte, für den ist auch langfristig die Möglichkeit gegeben, sich im Land niederzulassen.

Fazit für die Firmengründung in Rumänien

Kleinunternehmer und Freelancer können durchaus von den günstigen Steuern in Rumänien profitieren. Wer aber mehr als 49.000€ Umsatz im Jahr macht und dennoch in Rumänien gemeldet sein möchte, sollte auch darüber nachdenken, zumindest ein Büro im Land anzumieten.

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