Was Canggu, Bali zu so einem besonderen Ort für Digitale Nomaden macht

Was Canggu, Bali zu so einem besonderen Ort für Digitale Nomaden macht

Warum Canggu, Bali für digitale Nomaden? Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Hotspots für Digitale Nomaden rund um die Welt. Während sich in Europa die Digitalen Nomaden abgesehen vom bulgarischen Bansko vornehmlich in Großstädten wie Berlin oder Budapest tummeln, sind es in Asien auch beschaulichere Orte wie Chiang Mai in Thailand. In Indonesien zieht es Digitale Nomaden vor allem nach Bali und dort in die kleinen Orte Canggu und Ubud.

Bali war einst ein Sehnsuchtsort vieler Europäer und weckte mit seinen Versprechungen unberührter Südseeromantik hohe Erwartungen bei den Reisenden. Diese Versprechungen kann die Insel vermutlich nicht mehr einlösen. Längst ist der Tourismus auf Bali zu einer großen Industrie geworden. Was man auf der einen Seite bedauern könnte, eröffnet auf der anderen Seite aber auch Chancen. Neben den Chancen für die Einheimischen, deren Lebensstandard stetig steigt und Migranten aus ganz Indonesien anzieht, sind das auch Chancen für westliche Besucher.

Längst muss man kein Aussteiger mehr sein, um auf Bali zu leben. Man muss kein Café eröffnen oder eine Surfschule aufmachen, um auf der Insel über die Runden zu kommen. Die moderne Technologie erlaubt es einem, ein Unternehmen professionell zu führen und dennoch ein Leben unter der tropischen Sonne zu führen.

Als Digitaler Nomade nach Canggu oder Ubud?

Als wir uns dafür entschieden, eine Weile in Canggu zu verbringen, planten wir zunächst nur 5 Monate aus denen dann aber sehr schnell 10 Monate wurden. Der Grund lag vor allem auch darin, dass uns der Ort mit seiner Vielseitigkeit und tollen Community nicht nur privat gefiel, sondern auch beruflich enorm weiterbrachte. Zu nahezu jedem professionellen Aspekt eines Business findet man vor Ort sofort jemanden, der sich in dem Bereich sehr gut auskennt. In den verschiedenen Co-working Spaces im Ort finden nahezu allabendlich Vorträge zu verschiedenen Themen rund ums Online Business statt.

Während Ubud vor allem die Wahl von Leuten ist, welche Yoga-Gelegenheiten und spirituelle Erfahrungen suchen, ist Canggu etwas kerniger, sportlicher und lifestyle-orientierter. Der Ort ist natürlich enorm geprägt von der hohen Zahl an Surfern, bietet aber auch genug für alle, die mit dem Wassersport nicht so viel anfangen können. Klassische Pauschaltouristen sieht man derzeit noch weniger, auch wenn der Bau großer neuer Hotels hier Änderungen erwarten lässt. Canggu zieht derzeit neben Digitalen Nomaden vor allem junge Leute an. Das schlägt sich auch in einer großen Zahl von leistbaren Lokalen nieder. Man findet nahezu alle Küchen der Welt und gerade für Vegetarier und Veganer bietet sich eine reichhaltige Auswahl. Auch klassisches indonesisches Streetfood findet man ein wenig außerhalb des touristischen Epizentrums in Hülle und Fülle.

Fazit

Alles in Allem ermöglicht einem Canggu also ein sehr entspanntes Leben in einer gleichzeitig sehr motivierenden Atmosphäre. Hier kommen Leute zusammen, die etwas weiterbringen wollen. Uns hat es sehr gefallen. Ein Wermutstropfen gilt allerdings für ganz Indonesien: Wer kein Arbeitsvisum hat, muss das Land regelmäßig mit dem Flugzeug verlassen. Visa für Digitale Nomaden gibt es in Indonesien nämlich leider (noch) nicht.

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